Sekundäre Pflanzenstoffe
Pflanzliche Nahrungsmittel enthalten bis zu 10.000 verschiedene Substanzen, die im menschlichen Körper wichtige
Schutzfunktionen übernehmen können. Da es sich nicht um Energielieferanten (primäre Pflanzenstoffe: Kohlenhydrate,
Fette und Eiweiße) handelt, werden sie als „sekundäre Pflanzenstoffe" bezeichnet.
Bei diesen sekundären Pflanzenstoffen geht es auch nicht um Vitamine oder Spurenelemente. Und dennoch haben die sekundären
Pflanzenstoffe etwas damit zu tun.

So liegen die orgamischen Nährstoffe, wie zum Beispiel die Vitamine, in der Pflanze im komplexen Umfeld ihrer biologischen
Vorstufe vor. Anders als in chemischen Produktionslabors werden die Vitamine in der Pflanze unter dem Einfluss der
Sonne und der Beteiligung stoffwechselaktivierender Pflanzenenzyme über zahlreiche einzelne Stoffwechselschritte
gebildet.
Experten streiten sich nämlich darüber, ob die synthetischen und die natürlichen Vitamine im Körper gleich wirken. Obwohl nämlich synthetische und natürliche Vitamine
chemisch identisch sind, fehlt den synthetischen Verbindungen das "Umfeld" ihrer Vitamin-Vorstufen. Zusätzlich
enthalten pflanzliche Vitamine auch zahlreiche weitere Stoffe, die man eben als "sekundäre Pflanzenstoffe" oder
auch "sekundäre Nährstoffe" bezeichnet.
Krebsspezialisten führen zum Beispiel den Schutzeffekt von Obst und Gemüse gerade auf diesen "Reichtum" an
sekundären Pflanzenstoffen zurück.
Bekannte Gruppen sind die Carotinoide (z. B. Beta-Carotin, Lycopin), Phytosterine (z. B. Phytohormone, wie die Phytoöstrogene) und Polyphenole (z. B. Flavonoide,
Gerbsäuren).
Viele sekundäre Pflanzenstoffe wirken als Antioxidantien, andere haben hormonähnliche Wirkungen, senken den Cholesterinspiegel oder hemmen das Wachstum von Bakterien.

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