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Warum Sie bei Vitamin A und D die Höchstdosierung keinesfalls überschreiten sollten...

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Bei der Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen müssen Sie normalerweise kaum mit Nebenwirkungen rechnen - doch auch hier gilt es, die richtige Dosierung zu beachten. Schon Paracelsus prägte den Satz: "Die Menge macht das Gift".

Während die wasserlöslichen Vitamine relativ gut ausgeschieden werden, reichern sich fettlösliche Vitamine - aber auch einige Mineralstoffe wie z. B. Zink, Kupfer und Eisen - bei unsachgemäßer Dosierung im menschlichen Organismus an. Hierbei spielen die fettlöslichen Vitamine A und Vitamin D eine besondere Rolle.

Vitalstoffe

Es gibt hier einige Besonderheiten zu beachten. Vitamine sind in der Regel auch bei hohen Dosierungen unbedenklich. Aber gerade diese beiden Varianten bilden die Ausnahme, die die Regel bestätigen. Nur zur Erinnerung: wie von der Schulmedizin und offiziellen Gesundheitspolitik mit Vitaminen umgegangen wird und das Gefahrenpotenzial, was angeblich von ihnen ausgeht, hochgeschaukelt wird, das habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst: Grenzwerte für Vitamine - Deutschland macht sich lächerlich. Man muss sich fast reflexartig Fragen, warum dagegen die Medizinskandale, die hunderttausende von Toten gefordert hatten, von den gleichen Institutionen schamhaft totgeschwiegen werden?

Vitamin A

Vitamin A ist nicht eine einzige Substanz, wie man annehmen mag und oft angenommen wird. Der Begriff „Vitamin A“ steht für einen Komplex aus Derivaten, die eine biochemisch verwandte Struktur aufweisen. Die Strukturunterschiede bedingen unterschiedliche biologische Aktivitäten und damit verbunden auch ein unterschiedlich toxisches Potenzial.
Das Derivat mit der ausgeprägtesten toxischen Wirkung ist Retinol. Seine toxische Wirkung ist so hoch, dass es vom Organismus an ein Protein gebunden wird. Das heißt mit anderen Worten, dass ein Mangel an diesem Retinol-Bindeprotein (RBP) bereits bei einer „normalen“ Dosierung von Vitamin A zu Vergiftungserscheinungen führt. Gleichzeitig vermindert sich die biologische Aktivität von Retinol so signifikant, dass kaum physiologische Wirksamkeit von der Substanz ausgeht.

Aber auch bei normalen Konzentrationen an RBP können durch eine vermehrte Einnahme von Vitamin A toxische Plasmaspiegel aufgebaut werden. Seine fettlöslichen Eigenschaften bedingen, dass der Überschuss, der zu den toxischen Erscheinungen führt, wesentlich langsamer vom Organismus abgebaut werden kann als dies bei wasserlöslichen Vitaminen, wie Vitamin B oder Vitamin C, der Fall ist. Hier besteht immer die Gefahr einer Akkumulation und damit Verstärkung toxischer Vorgänge.

Wie hoch sind die Gefahren für einen Aufbau von toxischen Plasmakonzentrationen?

Die Gefahr einer Überdosierung von Vitamin A ist glücklicherweise auf ganz spezifische Aufnahmeformen beschränkt. Die Aufnahme von Vorläufersubstanzen, wie den Carotinen, ist vollkommen unbedenklich, da diese Substanzen keine biologischen Vitamin-A-Aktivitäten ausüben, sondern erst zu Retinol umgewandelt werden müssen, um biologisch aktiv zu werden. Und der Organismus wird immer nur die Mengen an Retinol produzieren, die er benötigt, und nicht mehr.

Toxische Wirkung können wir immer dann erwarten, wenn wir biologisch aktives Vitamin A zu uns nehmen, und zwar in Form von Leber von Fisch oder Tieren (biologisch aktives Retinol wird bevorzugt in der Leber gespeichert). Die Leber vom Eisbär zum Beispiel zeigt so hohe Konzentrationen an Retinol, dass sie für den Verzehr nicht nur nicht geeignet, sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tödlich ist.

Andere Formen der Aufnahme, die zu Problemen führen können, sind Nahrungsergänzungsmittel mit Retinol und/oder verschreibungspflichtige Medikamente, die Retinol in signifikanten Mengen enthalten. In diesem Fall ist es besonders wichtig, die Dosierungsempfehlungen zu beachten.

Die toxischen Wirkungen einer Vitamin-A-Überdosierung äußern sich in einer Reihe von Symptomen, wie Übelkeit, Gereiztheit, Anorexie, Erbrechen, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen, Haarverlust, trockene Haut, Austrocknung von Schleimhäuten, Fieber, Schlafstörungen, Fatigue, überproportionaler Gewichtsverlust, Knochenbrüchen, Anämie, Durchfälle, Verwirrtheitszustände etc. Höhere Dosierungen über einen langfristigen Zeitraum (25.000 Einheiten täglich) bergen die Gefahr einer Leberzirrhose, möglicherweise auch mit tödlichem Ausgang.

Die Behandlung dieser Hypervitaminose besteht in dem einfachen Absetzen des Nahrungsergänzungsmittels oder des verschriebenen Medikaments (und/oder dem Verzicht auf Leber als häufig gegessenes Nahrungsmittel). Andere Behandlungsformen gibt es nicht!

Die Labordiagnostik zur Ermittlung eines erhöhten Vitamin-A-Plasmaspiegels ist nur bedingt in der Lage, hier zuverlässige Aussagen zu machen. Selbst bei hohen Konzentrationen von Vitamin A bleiben Nebenwirkungen aus, solange die Konzentrationen von RBP ebenfalls entsprechend hoch sind. Erst wenn das Verhältnis von Vitamin-A-Konzentrationen zu RBP-Konzentrationen deutlich zugunsten des ersteren ausfällt, weiß man im Labor, dass hier ausreichend freies Vitamin A vorliegt, was für die toxischen Wirkungen verantwortlich ist.
Mehr zu diesem Thema hier: Vitamin A | Formen - Vorkommen und Wirkung.

Vitamin D

Toxische Nebenwirkungen von Vitamin D sind extrem selten, nicht nur im Vergleich zu toxischen Nebenwirkungen von Vitamin A. Auch hier ist die orale Aufnahme von Vitamin D in Form von Nahrungsergänzungsmitteln die Ursache des Problems. Die natürliche Form der Vitamin-D-Produktion, das „Bad in der Sonne“, ist zu keinem Zeitpunkt in der Lage, derart hohe Vitamin-D-Konzentrationen zu erzeugen, die für toxische Aktivitäten geeignet sind. Denn hier werden überschüssiges Provitamin D nicht nur durch die Sonne erzeugt, sondern durch sie auch wieder eliminiert. Auf diese Weise kommt es zu keiner Überflutung.

Schulmedizin und Ernährungswissenschaft sind sich heute einig, wenigstens weitestgehend, dass Dosierungen von Vitamin D die Grenze von 4000 Einheiten täglich nicht überschreiten sollte. Die sichere obere Grenze wird heute bei 1000 Einheiten gezogen. Alles was darüber hinaus geht, gilt als verschreibungspflichtiges Medikament, auch wenn es sich um das gleiche Vitamin D handelt.

Was von diesen Annahmen zu halten ist, das habe ich in meinem Buch zum Vitamin D ausführlich beschrieben: Die Vitamin D Therapie - von Heilpraktiker René Gräber.

Wie es aussieht, ist das Vitamin D bei weitem nicht so toxisch wie Schulmedizin und Ernährungswissenschaft es gerne haben möchten. Professor Holick therapiert mit gutem Erfolg und ohne toxische Nebenerscheinungen seine Patienten mit Megadosen.

Ein Limit jedoch scheint es zu geben. Und dieses Limit wird erreicht, wenn die Serumkonzentration 150 Nanogramm pro Milliliter überschreitet. Um dies zu erreichen müsste ein gesunder Mensch jeden Tag über 50.000 Einheiten zu sich nehmen und das über die Dauer von mehreren Monaten. Im Gegensatz zum Vitamin A gibt es beim Vitamin D keine natürlichen Nahrungsmittel, die in besonderer Weise mit Vitamin D „belastet“ sind. Solche Mengen an Vitamin D kann man nur in stark angereicherten Nahrungsergänzungsmitteln und/oder speziellen Injektionen finden. Für deren Einsatz jedoch gibt es überhaupt keine Indikation oder sonstigen Anlass!

Die wichtigste Nebenwirkung/toxische Wirkung von einer überhöhten Vitamin-D-Konzentration ist die Hyperkalzämie. Zu hohe Kalziumspiegel, resultierend aus der Freisetzung von Kalzium aus den Kalziumspeichern, den Knochen, gehen langfristig einher mit einer Ablagerung des Kalziums in Geweben und Organen. Besonders betroffen sind hier Nieren, Leber und Herz, die in der Folge ernsthaften Schaden nehmen können.

Symptome einer Hyperkalzämie sind Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, häufiges Wasserlassen, übermäßiger Durst, Schwäche, Schlafstörungen, Nervosität, Pruritus und im fortgeschrittenen Stadium Nierenfunktionsstörungen. Bei Kindern können noch weitere Symptome dazukommen, wie Durchfälle, Knochendeformationen, abnormales Knochenwachstum, Gereiztheit, Gewichtsverlust, schwere Depressionen etc.

Um es noch einmal zu betonen, diese Nebenwirkungen darf man erst erwarten, wenn über einen längeren Zeitraum (einigen Monaten) enorm hohe Dosierungen von 40.000, 50.000 und mehr Einheiten täglich appliziert werden. Aber selbst ein schwerer Vitamin-D-Mangel rechtfertigt diese Praxis nur in Sonderfällen. Hier kommen solch hohe Dosierungen initial und für einen relativ kurzen Zeitraum in Anwendung. Aber hier gilt es nicht, Höhen zu erreichen, die 150 Nanogramm pro Milliliter ansteuern, sondern dem Plasmaspiegel so schnell wie möglich auf 30 Nanogramm pro Milliliter als unterste Grenze anzuheben.

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