
60.000 Tote jÀhrlich durch Sepsis. Die meisten könnten wahrscheinlich mit einer einfachen Infusion aus Vitamin C, Vitamin B1 und Hydrocortison gerettet werden.
Hier mal wieder etwas sehr Ăberzeugendes aus dem Bereich der Vitalstoffe. Es geht um die Sepsis. Und wer sich damit auskennt, weiĂ: das ist alles andere als ein Kinderspiel…
Eine Sepsis, umgangssprachlich auch âBlutvergiftungâ genannt, ist eine komplexe systemische EntzĂŒndungsreaktion des Organismus auf eine Infektion durch Bakterien, deren Toxine oder Pilze. So erklĂ€rt zumindest Wikipedia den Begriff der âSepsisâ.
Im Folgenden will ich erst einmal genauer darauf eingehen, was so eine Sepsis eigentlich bedeutet und welche Folgen das haben kann. Denn dann merkt „man“ eigentlich erst einmal, was die Orthomolekularen Substanzen zu leisten im Stande sind…
Folgen einer Sepsis
Hinter diesem Vorgang steht ein aggressives, in seiner Funktion gestörtes Immunsystem, das unangemessen auf Infektionen im Blut reagiert. Ausgesprochen starke Reaktionen können zu einem septischen Schock fĂŒhren, der nicht selten den Tod zur Folge hat.
Ein Fortschreiten dieser Störung ohne Behandlung bewirkt einen lebensbedrohlichen Abfall des Blutdrucks, der nicht mit FlĂŒssigkeitszufuhr kompensiert werden kann.
Es folgt eine BeeintrÀchtigung der Herzleistung und multiples Organversagen. Der Blutdruckabfall ist die direkte Folge des Einschreitens des Immunsystems gegen die Infektion.
Die Infektion veranlasst Makrophagen groĂe Mengen von Stickstoffmonoxid zu produzieren. Diese Mengen sind mehr als 1000 mal höher als unter sonst physiologischen Bedingungen.
Das Immunsystem nutzt Stickstoffmonoxid, um mit dessen zytotoxischen Eigenschaften Krankheitserreger zu vernichten. Stickstoffmonoxid hat aber nicht nur zellschÀdigende Eigenschaften, die Keime eliminieren.
Das Radikal bewirkt zudem eine Erweiterung der BlutgefĂ€Ăe, vor allem in der Peripherie (Kapillaren und PrĂ€kapillaren), was den peripheren Widerstand schlagartig senkt und damit den Blutdruck bedrohlich absinken lĂ€sst.
Mehr zum Stickstoffmonoxid und seinen Varianten (gute und nicht so gute), können Sie hier nachlesen: NO Booster â als Stickstoffmonoxid fĂŒr die Gesundheit geeignet?
Eine Blutvergiftung ist eine âbeliebteâ Komplikation aufgrund von in KrankenhĂ€usern hĂ€ufig auftretenden pathogenen Keimen. Aber auch relativ ânormalenâ Erkrankungen, wie Bronchitis, LungenentzĂŒndung, HalsentzĂŒndungen oder NierenentzĂŒndungen können in eine Sepsis umschlagen. Gleiches gilt auch fĂŒr lokal begrenzte Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze.
Noch schlimmer: Behandlungsresistente Infektionen
Noch komplizierter wird das Ganze, wenn wir uns die behandlungsresistenten Infektionen anschauen. Solche Infektionen laden geradezu ein, in einer Sepsis zu enden.
Denn, wenn Antibiotika bei einer akuten Infektion nicht mehr wirken und das Immunsystem zu geschwÀcht ist, um eine relevante Abwehr zu gewÀhrleisten, dann steht einer Vermehrung der Keime im Organismus kaum noch etwas entgegen.
Auch bei einem geschwĂ€chten Immunsystem funktioniert die massenhafte Produktion von Stickstoffmonoxid durch Makrophagen praktisch ohne EinschrĂ€nkung, da es sich hier um eine unspezifische, âfirst line of defenseâ AbwehrmaĂnahme handelt.
Da bei einem geschwĂ€chten Immunsystem andere, mehr spezifische AbwehrmaĂnahmen nicht mehr funktionieren, versucht das Immunsystem ĂŒber dieses noch funktionierende Abwehrsystem seine Defizite zu kompensieren.
Oder mit anderen Worten: Der Ausfall von spezifischen AbwehrmaĂnahmen aufgrund der ImmunschwĂ€che bewirkt eine VerlĂ€ngerung der unspezifischen AbwehrmaĂnahmen, wie zum Beispiel die Produktion von Stickstoffmonoxid durch Makrophagen und die damit verbundenen âNebenwirkungenâ.
Und je lĂ€nger die spezifischen AbwehrmaĂnahmen auf sich warten lassen, desto lĂ€nger und mehr Stickstoffmonoxid wird produziert, und desto ausgeprĂ€gter fallen die damit verbundenen negativen Effekte aus.
Ein erster Schritt in diese Richtung sind die segensreichen Antibiotika, die zum Fluch werden, wenn man sie falsch und oft genug einsetzt:Â Der Fluch der Antibiotika.
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Sepsis: 60.000 Tote in Deutschland. Jedes Jahr.
Laut âBild der Wissenschaftâ (wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/56266/) sterben in Deutschland jedes Jahr rund 60.000 Menschen an einer Sepsis. Dies sind Zahlen, die von der UniversitĂ€t Jena erhoben worden sind.
In den USA sterben sogar rund 1 Million Betroffene jedes Jahr. Die Ăberlebensrate bei einer Sepsis liegt bei nur 50 bis 60 Prozent.
SchlĂŒssel fĂŒr eine erfolgreiche Behandlung liegt in dem frĂŒhzeitigen Einsatz von Antibiotika, die einer Vermehrung und Ausbreitung der Keime im Organismus entgegenwirken sollen. Eine Antibiotikaresistenz zu diesem Zeitpunkt ist praktisch gleichbedeutend mit einem Todesurteil.
Ein Todesurteil ist auch eine zu spĂ€t einsetzende Behandlung. Im soeben zitierten Beitrag aus âBild der Wissenschaftâ wird ein Arzt von der UniversitĂ€tsklinik Heidelberg zitiert, der die effektive Nutzung der Zeit als das billigste und beste Sepsismedikament, das zur VerfĂŒgung steht, bezeichnet.
Diese Charakterisierung gibt Aufschluss darĂŒber, wie wenig medikamentöse Möglichkeiten es zu geben scheint, eine Sepsis effektiv zu behandeln, besonders in einem fortgeschrittenen Stadium. Und das erschreckt mich immer wieder…
Leicht, einfach und billig – die Alternative?
Was wÀre leicht, einfach und billig?
Die Vitamine C und B1 sind natĂŒrlich vorkommende Substanzen und wĂ€ren damit âleicht, einfach und billigâ.
Hydrocortison ist ebenfalls eine natĂŒrliche, vom Organismus synthetisierte Substanz, die eine immundĂ€mpfende Wirkung hat, um ĂŒberschieĂende Reaktionen und EntzĂŒndungsprozessen zu unterbinden.
Vom Vitamin C wissen wir bereits, dass es fĂ€hig ist, Infektionen zu behandeln und zu verhindern. Es gibt Arbeiten, die gezeigt haben, dass Vitamin C entzĂŒndungsfördernde Zytokine und C-reaktives Protein zu senken in der Lage ist. Influenza, Enzephalitis und Masern sind Beispiele, bei denen hohe Dosierungen von Vitamin C sich als wirksam gezeigt haben.
Empfehlungen nennen eine Dosierung von 3 Gramm Vitamin C pro Stunde bei hochakuten Infektionen, wobei liposomales Vitamin C am besten resorbiert wird. Die Formulierungen enthalten den Wirkstoff in Mikro-Tröpfchen, die von einer Membran aus Phospholipiden umgeben sind.
Diese Verkapselung verhindert auch DurchfÀlle, die bei hochdosiertem Vitamin C auftreten können. Die Zufuhr durch Obst ist zwar ebenfalls ratsam, allerdings ist es schwer auf diese Wiese hohe Dosierungen zu erreichen.
Allenfalls Obstsorten mit sehr hohem Vitamin-C-Gehalt können diese Mengen liefern. Zu nennen sind hier die Acerola-Kirschen.
Eine Kirschen enthÀlt rund 80 Milligramm. Eine Àhnliche Wirkung wie Vitamin C hat das Pflanzen-Alkaloid Berberin, das daneben auch blutzuckersenkende Eigenschaften hat und als Alternative zum Diabetes-Mittel Metformin gilt.
Ein Notfallmediziner aus den USA, Dr. Paul Marik, hat jetzt eine neue Behandlung gegen Sepsis âerfundenâ, die hohe Dosen von intravenösem Vitamin C und Hydrocortison beinhaltet.
Anlass war eine Patientin in einem fortgeschrittenen Stadium einer Sepsis, fĂŒr die es unter den sonst ĂŒblichen VerhĂ€ltnissen keine medizinische Hilfe mehr gab. Durch die Gabe von Vitamin C und Hydrocortison IV (intravenös)ĂŒberlebte die Frauen nicht nur, sondern sie erholte sich praktisch ĂŒber Nacht, was nahezu an ein Wunder grenzt. Der Arzt begann daraufhin auch andere Patienten mit kritischem Verlauf von Sepsis mit dieser Kombination zu behandeln â und mit genau den gleichen Erfolgen.
Inzwischen hat sich die Zahl der so behandelten Patienten auf 150 erhöht. Bemerkenswerterweise reagierten alle Patienten ausnahmslos in gleicher Weise auf diese erfolgreiche Therapie.
Bei den ersten drei Patienten setzte Dr. Marik nur Vitamin C und Hydrocortison ein. Danach entschied er sich, auch Vitamin B1 mit zu verwenden. Grund dafĂŒr ist, dass Vitamin B1 notwendig ist fĂŒr den weiteren Abbau einer Reihe von Metaboliten von Vitamin C.
Bemerkenswert ist, dass viele Sepsis-Patienten ein auffallendes Defizit an Vitaminen aufweisen. Gibt man Vitamin B1 dazu, dann sinkt sofort die MortalitĂ€t. Patienten mit septischen Schock, die Vitamin B1 erhielten, zeigten ein deutlich gesenktes Risiko fĂŒr Nierenversagen.
Auch interessant: Sepsis und alternative Behandlungsmethoden
Dr. Marik hat seine Beobachtungen in Form einer retrospektiven (vorher – nachher) Studie veröffentlicht:
Hydrocortisone, Vitamin C and Thiamine for the Treatment of Severe Sepsis and Septic Shock: A Retrospective Before-After Study.
In dieser Studie untersuchte Dr. Marik und seine Kollegen die MortalitÀt von Sepsis-Patienten, die konventionell oder mit seiner Methode behandelt wurden. Es gab hierzu zwei Gruppen, jede mit 47 Patienten.
Resultate:
Die MortalitÀt in der Verumgruppe (Vitamin C, B1 und Hydrocortison) betrug 8,5 % (4 von 47).
Die MortalitÀt in der Kontrollgruppe betrug 40,4 % (19 von 47).
Der Einsatz von blutdruckstabilisierenden Medikamenten (Vasopressoren) konnte in der Verumgruppe bei allen Patienten nach durchschnittlich 18,3+/-9,8 Stunden beendet werden. In der Kontrollgruppe lag dieser Zeitpunkt bei fast 55 Stunden, +/-28,4.
Die Autoren schlossen daraus, dass intravenöses Vitamin C, zusammen mit Hydrocortison und Vitamin B1, in der Lage zu sein scheinen, bei Sepsis und septischen Schock ein Fortschreiten von Organversagen zu verhindern und die MortalitÀt der Patienten zu reduzieren.
WeiterfĂŒhrende Labortests an Lungenepithelzellen zeigten dann, dass weder Vitamin C, noch Hydrocortison alleine in der Lage waren, Zellen gegen die von Bakterien produzierten Toxine zu schĂŒtzen. Erst in der Kombination kam es zu einem protektiven Effekt. Als âDritter im Bundeâ reduziert Vitamin B1 die MortalitĂ€t bei Sepsis und schĂŒtzt vor Nierenfunktionsstörungen.
Inzwischen hat dieses neue Therapieschema als Standardbehandlung gegen Sepsis lokale Anerkennung gefunden. Die Erfolge mit diesen einfachen und kostengĂŒnstigen Substanzen, die sich zudem noch einfach applizieren lassen, sind zu deutlich und signifikant, als dass man sie ignorieren könnte.
Welche Konsequenzen diese einfache Behandlung fĂŒr Patienten haben kann, schildert Dr. Marik so: In den USA sterben tĂ€glich rund 1000 Menschen aufgrund einer Sepsis. Um diese MortalitĂ€tsrate zu erreichen, mĂŒssten tĂ€glich drei Jumbojets abstĂŒrzen. Sepsis ist tödlicher als Brustkrebs, Darmkrebs und Aids kombiniert.
Gleichzeitig haben wir mit seiner Behandlungsmethode eine âWaffe gegen Sepsisâ in der Hand, die nicht nur extrem wirkungsvoll ist, sondern gleichzeitig keine Nebenwirkungen mit sich bringt, und preiswert, leicht verfĂŒgbar und leicht anzuwenden ist. Damit kann ein Einsatz bei vor allem kritischen Patienten nur von Vorteil sein.
Die Dosierungen
Die in dem Artikel diskutierte Studie berichtet bei der Darstellung der Methoden, dass bei Sepsis-Patienten die Konzentrationen von Procalcitonin bestimmt werden.
Procalcitonin ist eine Vorstufe von Calcitonin. Es wird normalerweise in der SchilddrĂŒse produziert. Bei Infektionen oder Operationen bilden auch Fettzellen und Leberzellen Procalcitonin, was zu erhöhten Werten fĂŒhrt, und somit ein Marker fĂŒr eine drohende oder existierende Sepsis darstellt. Zu beachten ist hier, dass eine Erhöhung von Procalcitonin nicht notwendigerweise immer ein Hinweis auf eine schwere Infektion oder Sepsis ist.
Andere Ursachen, die mit Infektionen nicht zu tun haben, können ebenfalls die Konzentrationen erhöhen. Und umgekehrt bedeutet es nicht unbedingt, dass niedrige Werte eine Sepsis ausschlieĂen.
Als Richtwert nannten die Autoren einen Procalcitonin-Wert von 2 Nanogramm/Milliliter und höher, um mit einer intravenösen Therapie mit Vitamin C, Hydrocortison und Vitamin B1 zu beginnen.
Die Zusammensetzung dieser intravenösen Therapie wird wie folgt beschrieben:
WĂ€hrend der Behandlungszeit erhielten die Patienten jede 6 Stunden 50 Milligramm Hydrocortison, je nach Ermessen des behandelnden Arztes, fĂŒr die Dauer von sieben Tagen oder bis zur Entlassung aus der Intensivstation.
Die Gabe von Hydrocortison erfolgte darĂŒber hinaus ausschleichend fĂŒr die Zeit von drei weiteren Tagen.
Die intravenösen Gabe von Vitamin C enthielt 1,5 Gramm alle 6 Stunden fĂŒr die Dauer von vier Tagen oder bis zur Entlassung aus der Intensivstation.
Vitamin B1 wurde alle 12 Stunden bei einer Dosierung von jeweils 200 Milligramm fĂŒr die Dauer von vier Tagen oder bis zur Entlassung aus der Intensivstation gegeben.
Die Vitamin-C-Infusionen liefen jeweils ĂŒber einen Zeitraum von zwischen 30 und 60 Minuten pro Infusion und waren in jeweils 100 Milliliter fĂŒnfprozentiger Dextroselösung oder physiologischer Kochsalzlösung vermischt.
Die Infusionen mit Vitamin B1 waren in 50 Milliliter Dextroselösung oder Kochsalzlösung vermischt und liefen ĂŒber 30 Minuten pro Infusion.
Vor der ersten Gabe einer Vitamin-C-Infusion ermittelten die Autoren zudem die aktuellen Vitamin-C-Konzentrationen bei ihren Patienten.
ACHTUNG: FĂŒr die Zahlen usw. kann ich keine GewĂ€hr geben! Bitte immer alles selbst prĂŒfen! So wie ich das auch in den Nutzungsbedingungen hier zu Webseite beschreibe.
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Keine Kontraindikationen?
Keine Indikation ohne Kontraindikation – auch so ein Lehrsatz der Pharmakologie. Da wir es hier aber mit natĂŒrlichen Substanzen zu tun haben, ist die Liste an Kontraindikationen âerschreckendâ kurz. Darum ist ein Einsatz bei kritisch erkrankten Patienten kaum von negativen Effekten begleitet.
Eine Ausnahme ist ein Gendefekt, ein genetisch bedingter Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase (auch bekannt als Favismus oder Favobohnen-Krankheit). Hohe Dosierungen von intravenösem Vitamin C fĂŒhren in der Regel zu einer HĂ€molyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen) bei den Betroffenen. Darum ist es angezeigt, vor der Gabe von Vitamin-C-Infusionen einen entsprechenden Bluttest durchzufĂŒhren.
Der Gendefekt ist aber Ă€uĂerst selten. Gebiete, in denen frĂŒher hĂ€ufig Malaria auftrat, und Gebiete in denen noch Malaria existent ist (Tropen und Subtropen), zeigen eine deutlich höhere HĂ€ufigkeit fĂŒr den Gendefekt im Vergleich zu malariafreien Gebieten. In Europa sind das die LĂ€nder Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. Da die roten Blutkörperchen vom Gendefekt betroffen sind, vermutet man, dass es sich hier um einen Selektionsvorteil gegenĂŒber Malaria handelt.
Sepsis vermeiden und verstehen
Bei einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit, selbst von einer Sepsis betroffen zu sein, ist es natĂŒrlich interessant zu wissen, was man tun kann, um die Komplikation zu vermeiden.
Besondere Vorsicht ist bei einigen persönlichen Risiko-Faktoren geboten. Alle chronisch Kranken sind besonders gefÀhrdet, die an Diabetes, Leber-, Nieren- oder Lungenkrankheiten, sowie Krebs und AIDS leiden. Rund 70% aller Sepsis-FÀlle entfallen auf den Kreis der GefÀhrdeten.
Zuerst ist es wichtig zu wissen, dass jede Form von Infektion in einer Sepsis enden kann. Die hĂ€ufigste Form der Infektion, die zu einer Sepsis fĂŒhrt, sind Infektionen, die im Krankenhaus oder Pflegeheim âerworbenâ werden.
Es ist ratsam auf die Einhaltung der Hygiene-Vorschriften zu achten wie den Wechsel von Latexhandschuhen oder die HĂ€ndedesinfektion, der man sich auch selber befleiĂigen sollte. Die Instrumenten-Desinfektion im Zuge einer Gastroskopie erfolgt optimal nur mit PeressigsĂ€ure und nicht mit dem veralteten Glutaraldehyd. Danach sollte vorher gefragt werden, im Zweifel den Arzt oder das Krankenhaus wechseln!
Bei 25 % aller Sepsis-FÀlle sind Harnwegs-Infektionen die Ursache. Die meisten Patienten sprechen gut auf die Behandlung mit D-Mannose an, einem der D-Glucose Àhnlichen Zucker. Menschen mit einem Hang zu Harnwegs-Reizungen können auch prophylaktisch mit D-Mannose behandelt werden.
10 % der Sepsis-Patienten haben sich durch Hautverletzungen infiziert. Daher ist es dringend ratsam, auch kleine Verletzungen umgehend mit Seifenlauge zu reinigen. AnschlieĂend wird die Wunde mit einem sterilen Verband geschĂŒtzt.
Etwas weniger als die HĂ€lfte der Sepsis-FĂ€lle basiert auf Infektionen, die auĂerhalb des Krankenhauses entstanden sind.
Das groĂe Problem bei einer Sepsis ist der schleichende, zu Beginn fast nicht zu bemerkende Verlauf der Komplikation. Je lĂ€nger dann mit dem Beginn der Therapie gewartet wird, desto höher ist das Risiko fĂŒr einen tödlichen Verlauf.
Die Basis dafĂŒr habe ich weiter oben bereits erklĂ€rt. Hier der VollstĂ€ndigkeit halber sei noch erwĂ€hnt, dass nicht nur Stickstoffmonoxid der alleinige âĂbeltĂ€terâ ist. Das Stickstoffmonoxid ist fĂŒr den fulminanten Abfall des Blutdrucks und fĂŒr oxidative SchĂ€den in GefĂ€Ăen, Geweben und Organen verantwortlich.
Zudem kommt es bei einer Sepsis zu einer sich immer weiter ausbreitenden heftigen EntzĂŒndung, die ebenfalls Gewebe und Organe schĂ€digt. Die Mangeldurchblutung aufgrund des zu geringen Blutdrucks verstĂ€rkt die schĂ€digende Wirkung, da nicht genug Sauerstoff und NĂ€hrstoffe zu den Zielzellen transportiert werden können.
Ein erhöhtes Risiko fĂŒr eine Sepsis haben Patienten mit einer chronischen Erkrankung (70 %).
Speziell Patienten mit Diabetes, Lungenproblemen, Nieren- und Lebererkrankungen haben ein erhöhtes Infektionsrisiko und damit ein erhöhtes Risiko fĂŒr eine Sepsis.
Wie bereits erwĂ€hnt begĂŒnstigt ein schwaches Immunsystem, wie es bei Krebserkrankungen und Aids der Fall ist, die Entwicklung einer Sepsis in besonderer Weise.
Und auch der Ort, an dem man sich befindet, scheint das Risiko fĂŒr eine Sepsis zu erhöhen: KrankenhĂ€user und andere Gesundheitsinstitutionen beherbergen nicht nur Patienten, sondern auch eine deutlich höhere Zahl an Krankheitserregern, insbesondere an antibiotikaresistenten Varianten.
Neuere Untersuchungen und Studien zu diesem Therapieschema
Bis zum heutigen Tag (8. Januar 2020) schien es eine kleine âFlutâ von positiven Reaktionen auf die Arbeit von Dr. Marik gegeben zu haben.
Es gibt dazu ein interessantes Interview mit Dr. Marik, welches auf YouTube hochgeladen wurde (in Englisch). Daraus könnte man ableiten, dass die schulmedizinische Gemeinde sich jetzt konzentriert auf dieses Thema gestĂŒrzt hat, um die Beobachtungen von Dr. Marik und seinen Kollegen zu ĂŒberprĂŒfen.
Grund hierfĂŒr wĂ€re die Tatsache, dass die von Dr. Marik durchgefĂŒhrte Studie zwar sehr gute Resultate zeigen konnte, aber nicht wirklich dem goldenen Standard fĂŒr Studien entspricht.
Es gab hier zwar eine Kontrollgruppe, aber diese Kontrollgruppe war kein Produkt einer Randomisierung. Vielmehr hatten die Autoren alte FĂ€lle, die mit der bis heute ĂŒblichen Standardmethode therapiert worden waren, als Kontrolle herangezogen.
Und diese wurden dann mit FĂ€llen verglichen, die mit den beiden Vitaminen und Hydrocortison therapiert worden waren.
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Welche neuen Arbeiten gibt es dazu?
Es sind mindestens drei relativ groĂe Studien angekĂŒndigt beziehungsweise gestartet worden, die in den Jahren 2018 und 2019 aufgestellt worden waren. Es wird selbstverstĂ€ndlich noch einiges an Zeit vergehen, bevor wir hier die entsprechenden Veröffentlichungen zu Gesicht bekommen.
Daneben gibt es eine Reihe von schnellen bis âvorschnellenâ Studien, die sich mit offensichtlichem Interesse die Marik-Studie vorgenommen haben – in erster Linie, um die dort gefundenen Ergebnisse zu âwiderlegenâ. Aber es gibt dann noch andere Studien, die zu relativ Ă€hnlichen Ergebnissen gekommen sind.
Eine Arbeit aus dem Jahr 2019 aus Pakistan untersuchte den Einsatz von den beiden Vitaminen und Hydrocortison bei Sepsis und dem damit verbundenen Einsatz von Vasopressoren.
Vasopressoren sind Medikamente, die den Blutdruck erhöhen beziehungsweise einen normalen Blutdruck zu stabilisieren versuchen. Diese Medikation ist von zentraler Bedeutung bei einer Sepsis, da es hier zu lebensbedrohlichen BlutdruckabfÀllen kommt.
Auch diese Arbeit war keine sehr aussagekrĂ€ftige Studie, sondern mehr eine Fallstudie. Die Teilnehmerzahl betrug 50 Patienten. Die Autoren sahen, dass unter der Gabe der Vitamine und Hydrocortison ein zuverlĂ€ssiges frĂŒhes Absetzen von Vasopressoren möglich war.
Sie sahen auch, dass die Laktat-Konzentrationen im Blut sanken. Das Gleiche galt auch fĂŒr die Parameter fĂŒr Organversagen.
Eine Arbeit aus dem Jahr 2018 aus Indien untersuchte den Einsatz des neuen Behandlungsregimes bei Sepsis nach Herzoperationen. Die Teilnehmerzahl war mit 24 allerdings ziemlich niedrig.
Allerdings erfolgte eine Randomisierung in Verum- und Kontrollgruppe, die ein entsprechendes Placebo erhielt. Untersucht wurde primÀr die Dosierung von Vasopressoren wÀhrend der Behandlung und als sekundÀres Ziel die MortalitÀt.
Das Resultat war, dass die Kombination den Bedarf fĂŒr Vasopressoren signifikant reduzierte. Es zeigte sich allerdings kein Unterschied in der MortalitĂ€t zwischen den beiden Gruppen.
Dann gibt es noch die Reviews, enge Verwandte von Metaanalysen, die beide von der Schulmedizin inzwischen als legitime Wissenschaft auserkoren wurden.
Ein solcher Review aus dem Jahr 2018 kommt aus den USA. In diesem Fall werden Hypothesen und Beobachtungen diskutiert und deren Wahrscheinlichkeit evaluiert.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das neue Behandlungsschema gegen Sepsis eine âvielversprechende neue Therapieâ darstellt. Aber es fehlen hieb- und stichfeste Beweise fĂŒr eine entsprechende Wirksamkeit.
Sie sagen, dass die potentielle EffektivitĂ€t dieser Behandlung auf einer biologischen PlausibilitĂ€t beruhe und das kleinere Arbeiten entsprechende Ergebnisse gezeigt hĂ€tten. Von daher befĂŒrworten sie entsprechende klinische Studien, die eindeutigere Ergebnisse produzieren.
WĂ€hrend die zuletzt besprochene Arbeit relativ zurĂŒckhaltend war in der Beurteilung der bisherigen Ergebnisse, kommt eine weitere Arbeit zu ganz anderen Ergebnissen.
Auch diese Arbeit ist eine Review-artige âVeranstaltungâ, denn hier wurde eine retrospektive Analyse durchgefĂŒhrt, was nichts anderes heiĂt, als dass hier alte Daten einer neuen Analyse unterzogen wurden.
Auch diese Arbeit (wie bei Dr. Marik) weist 47 Teilnehmer in der Verumgruppe und 47 Teilnehmer in der Placebogruppe auf (Zufall?). Die Autoren sahen keinen Unterschied bei der MortalitÀt zwischen Verum und Placebo. Und auch andere sekundÀre Studienziele zeigten keine Unterschiede.
Mein Fazit dazu: Die Studie von Dr. Marik wurde kritisiert , da es sich um eine retrospektive Studie handelt und, neben anderen ErwÀgungen, wegen der zu geringen Teilnehmerzahl. Dr. Mariks Studie wurde im Jahr 2017 veröffentlicht.
Die vorliegende Studie zwei Jahre spĂ€ter. Es ist fast so, als wenn die Autoren dieser Studie die Marik-Studie nicht kennen wĂŒrden. Denn dann hĂ€tten sie kaum eine retrospektive Studie mit einer so geringen Teilnehmerzahl veröffentlicht, also genau die Kritikpunkte, die man der Marik-Studie zum Vorwurf macht.
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Und dann der Januar 2020: Die erste ârandomisierte klinische Studieâ zu dieser Fragestellung.
Die Studie ist eine multizentrische Studie, die in zehn verschiedenen KrankenhĂ€usern auf der ganzen Welt (Australien, Neuseeland, Brasilien) durchgefĂŒhrt wurde.
Es gab eine randomisierte Verumgruppe mit 109 und Kontrollgruppe mit 107 Teilnehmern, die nur Hydrocortison erhielt (also die Standardtherapie im Wesentlichen).
Das Ergebnis: Kein Unterschied! Deswegen schlieĂen die Autoren, dass die Kombinationstherapie im Vergleich zu Hydrocortison alleine bedeutungslos zu sein scheint. Und genau diese Studie wird zahlreichen Ărzten mittlerweile „zugespielt“.
Was ich aber „komisch“ finde:Â Laut Ăberschrift haben wir es hier eindrucksvoll mit einer randomisierten klinischen Studie zu tun. Bei genauerem Hinsehen fallen zwei Punkte auf.
Zum Einen schienen die Patienten keine Vasopressoren zu erhalten. Stattdessen schaute man, wie lange der Einsatz von Vasopressoren umgangen werden konnte. Das ist relativ bemerkenswert, da Vasopressoren und deren Einsatz ein Marker fĂŒr die Schwere einer Sepsis sind.
Dies legt den Verdacht nahe, dass hier minder schwere FĂ€lle behandelt wurden, wo von vornherein keine groĂen Unterschiede zu erwarten waren.
Der zweite Punkt (den ich fĂŒr viel bedenklicher halte), war das âopen-labelâ Design der Studie. Open-label ist das Gegenteil von doppelblind. Das heiĂt, dass hier alle Teilnehmer wussten, welche Patienten zur Verum- und welche zur Kontrollgruppe gehörten.
Bei einer doppelblinden Studie wissen weder die behandelnden Ărzte, noch die Patienten, ob sie das Verum oder Placebo oder eine Kontrollsubstanz erhalten. Also auch hier sind TĂŒr und Tor offen fĂŒr Manipulationen.
Und wenn man sich dann am Schluss der Studie das Kleingedruckte zu âInteressenskonflikteâ anschaut, dann wird klar, dass eine Reihe der Autoren relativ enge Beziehungen zur Pharmaindustrie zu haben scheinen.
Am gleichen Tag erschien im gleichen Fachjournal eine Arbeit eines Internisten, die angeblich die Marik-Studie âauseinander nahmâ. Der gesamte Text ist nicht ohne Bezahlung einsehbar.
Das, was ohne Bezahlung lesbar ist, ist die Klage, dass die Marik-Arbeit zu wenig Patienten, keine Randomisierung, keine entsprechende Kontrollgruppe etc. hat, aber dennoch fĂŒr den Autor ungerechtfertigte Resonanz erhalten hatte.
Meine Beurteilung: Wiederholung von bekannten Tatsachen, Lamentieren und das Klagen, dass die neue Behandlungsform ohne klinische Studie zum Einsatz kommt, scheint jetzt die neue Form schulmedizinischer Wissenschaft zu sein.
Dem Autor scheint nicht aufgefallen zu sein, dass die Gabe von Vitamin C und Vitamin B mit keinem zusÀtzlichen Risiko verbunden ist, es sei denn, man glaubt an das MÀrchen von der GefÀhrlichkeit der Vitamine.
Verbindungen zur Pharmaindustrie und Interessenskonflikte lassen sich nicht einsehen, da der gesamte Text, wie gesagt, nur nach Bezahlung lesbar wird. Ich schÀtze, ich kann gut darauf verzichten.
Fazit
Neue (hoffentlich gut gemachte) klinische Arbeiten scheinen unterwegs zu sein.
Vorab scheint es aber auch âWissenschaftlerâ zu geben, die sich beeilt haben, schon im Vorfeld die Kombinationstherapie als unwirksam, ĂŒberflĂŒssig etc. zu brandmarken.
Dazu dienen Studien mit einem Design, die bei anderen Studien mit positiven Ergebnissen heftigst kritisiert wurden. Wer macht solche Studien? Wieder einmal schulmedizinische Wissenschaftler mit Verbindungen zur Pharmaindustrie.
Die Ărzteschaft zögert immer noch, die ebenso effiziente wie nebenwirkungsarme Therapie gegen Sepsis anzuwenden. Ihnen reichen die erfolgreichen Heilversuche von Dr. Marik nicht aus.
Seit ich diesen Beitrag veröffentlicht hatte, erreichen mich fast wöchentlich Zuschriften, in denen mich Angehörige bitten und Fragen, was sie tun könnten…
Es ist unglaublich, was in den Kliniken passiert:
Da schreiben mir Angehörige, dass eine Sepsis vorliegt und die gegebenen Antibiotika nicht anschlagen. Patienten liegen im Sterben. Wie viele Menschen jedes Jahr wegen einer Sepsis versterben hatte ich bereits erwÀhnt: 60.000 Menschen.
Und da bekommen die Angehörigen zu hören, dass dies kein „Standard-Vorgehen sei“, „Vitamin C zur Infusion nicht vorrĂ€tig sei“, usw.
Da sage ich nur:
„ScheiĂ auf Standards und besorgen Sie das Vitamin C und B1 in der Apotheke!“
Das kann ja wohl alles nicht wahr sein, was ich von den Angehörigen zu lesen und zu hören bekomme! Da werden Patienten dem sicheren Tod geweiht, weil man zu blöd oder zu borniert ist, es wenigstens zu versuchen!
Tut mir leid, dass ich derart derbe Worte hier verwende – aber mit Wissenschaftlichkeit und dem Arzt-Ethos hat das ja wohl nichts mehr zu tun. Gut: man kann ĂŒber die derzeitige Studienlage streiten, aber bei im Sterben liegenden Patienten?
Doch auch wenn die Behandlung einer Sepsis mit der Kombination von Vitamin C, Vitamin B1 und Hydrocortison eine sichere und effektive MaĂnahmen zu sein scheint, ist die PrĂ€vention immer noch die bessere Alternative.
Infektionen können immer auftauchen. Sie sind in der Regel ein Zeichen dafĂŒr, dass das Immunsystem fĂŒr einen Augenblick nicht so abwehrbereit war wie es hĂ€tte eigentlich sein sollen.
Daher ist es wichtig, einmal aufgetretene Infektionen so schnell wie möglich zu behandeln, notfalls auch mit Antibiotika. Aber viele Infektionen lassen sich mit natĂŒrlichen Mitteln schnell und zuverlĂ€ssig behandeln – und reduzieren damit die Wahrscheinlichkeit von Resistenzentwicklungen.
Hier einige VorschlĂ€ge, mit welchen Mitteln man prophylaktisch und therapeutisch und auf natĂŒrliche Weise gegen Infektionen vorgehen kann:
- NatĂŒrliche und pflanzliche Antibiotika
- Wie Sie Ihre AbwehrkrÀfte steigern und das Immunsystem stÀrken
- Alte Antibiotika neu entdeckt
Vitamin C erweist sich zunehmend als hoch wirksam gegen mehrere Erkrankungen. Der Vitalstoff soll sogar die Krebs-Therapie unterstĂŒtzen, weil er die Glykolyse hemmt.
Auf diesen anaeroben Stoffwechselweg sind Krebszellen angewiesen, weil ihnen die aerobe Oxidation versperrt ist. So können die bösartigen Zellen ausgehungert werden.
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Dieser Beitrag wurde am 28.09.2017 erstellt und am 8.2.2020 letztmalig ergÀnzt.
