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Organisches Germanium: sicher, trotz Verbot?

Informationen aus der Naturheilpraxis René Gräber

René Gräber
René Gräber

Germanium ist ein Metall, das in der Erdkruste in winzigen Spuren vorkommt. Es ist nie in elementarer Form anzutreffen, sondern überwiegend in anorganischen, mineralischen (kristallinen) Verbindungen. Dazu zählen Germaniumdioxid und Germaniumsalze wie Iodid und Chlorid. In sehr viel geringeren Mengen ist Germanium im Erdmantel in organischen Verbindungen vertreten. Die Kohlenstoffverbindungen entstammen Pflanzen, die das Metall anreichern und im Körper einbauen. Vergleichsweise hohe Konzentrationen finden sich in Knoblauch, Ginseng, Goji-Beeren und Shitake-Pilzen.

Nach der Entdeckung des Metalls durch den Freiburger Chemiker Clemens Alexander Winkler 1886 entstanden zunächst viele technische Anwendungen des Elementes. Vor allem die Elektronik profitierte von der Nutzung des Metalls. Orale Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mit Germanium erwiesen sich als riskant, weil Nierenschäden und sogar Todesfälle vorgekommen waren. Dabei wurden verschiedene Verbindungen angewendet, unter denen sich die anorganischen Germanium-Wirkstoffe als geradezu hochgiftig herausstellten. Ein differenzierteres Bild ergibt sich im Hinblick auf die organischen Verbindungen des Metalls. So konnte Germaniumlactatcitrat in wissenschaftlichen Studien nicht als sicher eingestuft werden, während bei Germaniumsesquioxid in Tierversuchen bisher keine negativen Auswirkungen festgestellt werden konnten. Forscher behandelten Ratten mit bis zu 2.000 mg Germanium pro kg Körpergewicht und in Form von Germaniumsesquioxid 3 Monate lang. Die Tiere wiesen keine Genschäden oder Organveränderungen auf. Germaniumsesquioxid wird im Dünndarm aufgenommen und als solches auch innerhalb von 24 Stunden über die Nieren ausgeschieden.

Verkauf verboten

Nach Bekanntwerden von Todesfällen durch Germanium-Präparate wurde in Deutschland und anderen europäischen Ländern ein Verkaufsverbot verhängt. Dabei unterschieden die Behörden nicht zwischen anorganischen und den diversen angewendeten organischen Verbindungen. Die letalen Verläufe nach der Applikation ereigneten sich nach oraler Einnahme von Germaniumlactatcitrat und anorganischen Germanium-Wirkstoffen. Ein Problem bei der Einschätzung ist wohl auch die Reinheit der Präparate sowie die korrekte Deklaration der Wirkstoffe. Einzig erlaubt ist in Deutschland der Verkauf von homöopathischen Mitteln mit Germanium, das in den Potenzen D4, D6 und D12 handelsüblich ist. Der Nutzen von Germaniumsesquioxid in höheren Konzentrationen geriet durch die Unwägbarkeiten unter die Räder. Die vorliegenden Studien sind nach Ansicht deutscher Behörden bislang nicht ausreichend.

Die Forschung von Dr. Asai

Der japanische Arzt Dr. Kazuhiko Asai widmete sich ab 1945 der Erforschung der medizinischen Wirkung von Germaniumsesquioxid. Daher wird der Wirkstoff auch Asai-Germanium genannt, daneben sind die Bezeichnung Repa-Germanium und Propagermanium verbreitet. Von Dr. Asai stammen die Begriffe Ge-132 und Germanium-132. In der chemischen Nomenklatur gelten diese Namen: 3,3′-(1,3-Dioxo-1,3-digermoxandiyl)¬dipropansäure, 2-(Carboxyethyl)germaniumsesquioxid und Bis(carboxyethylgermanium)-sesquioxid.

Dr. Asai entdeckte die verbesserte Sauerstoffversorgung durch Germaniumsesquioxid. Darauf führte der Japaner das große Spektrum der Wirksamkeit zurück. Er nahm an, dass Germaniumsesquioxid den im Stoffwechsel entstehenden Wasserstoff bindet, der dem Körper dann keinen Sauerstoff mehr rauben kann.

Andere Arbeiten weisen darauf hin, dass Germaniumsesquioxid Schwermetalle bindet, die anschließend ausgeleitet werden. Dieser Effekt soll für die immunstärkende Wirkung von Germaniumsesquioxid verantwortlich sein. Die Sezernierung von Interferon durch diverse Blutzellen steigt an, sodass der Körper Krankheitserreger und Krebszellen besser bekämpfen kann. Studien legen eine Wirkung gegen verschiedene Krebsformen nahe. Daneben soll ein positiver Nutzen bei anderen Erkrankungen zu verzeichnen sein. Dazu zählen Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen Arteriosklerose, Arthritis, Osteoporose, Augenkrankheiten sowie Depressionen.

Fazit

Die Hinweise auf die Wirkung von organischem Germanium rechtfertigen weitere Studien, in denen der medizinische Nutzen abschließend belegt wird. Sinnvoll wäre eine gezielte Erforschung der Wirkung von Germaniumsesquioxid, dessen Verträglichkeit bereits nachgewiesen wurde.

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Beitragsbild: 123rf.com – PAPAN SAENKUTRUEANG

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