Kupfer als Spurenelement im Stoffwechsel mit Mitochondrien, roten Blutkörperchen, Eisen und Ceruloplasmin Darstellung

Kupfer als Spurenelement: Funktion, Mangel & Stoffwechsel

Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement, das im menschlichen Stoffwechsel weit mehr ist als ein biochemischer Nebendarsteller. Obwohl der Körper nur geringe Mengen benötigt, ist Kupfer zentral an der Energieproduktion, am Eisenstoffwechsel und an der Funktion zahlreicher Enzyme beteiligt.

Besonders relevant ist dessen Rolle im Zusammenspiel mit Eisen und Sauerstoff: Ohne ausreichend bioverfügbares Kupfer kann Eisen zwar im Körper vorhanden sein, wird jedoch funktionell nicht korrekt genutzt. Die Folge können Erschöpfung, reduzierte Belastbarkeit und scheinbare Eisenmangelzustände trotz normaler Speicherwerte sein.

Auch auf mitochondrialer Ebene ist Kupfer von entscheidender Bedeutung, da kupferabhängige Enzyme die finale ATP-Produktion und damit die zelluläre Energiegewinnung steuern. Gleichzeitig beeinflusst das Spurenelement antioxidative Systeme, den Neurotransmitterstoffwechsel und die Immunfunktion. Ein isolierter Blick auf einzelne Laborwerte greift daher zu kurz. Im Folgenden wird die physiologische Bedeutung von Kupfer, sein Einfluss auf Eisen, Mitochondrien und oxidativen Stress sowie die praxisrelevante Diagnostik und Einordnung differenziert dargestellt.

Schauen wir zunächst auf das chemische Element selbst.

Kupfer als chemisches Element

Kupfer (Cu) zählt zu den Schwer- und Edelmetallen. Das Element mit der Ordnungszahl 29 gehört wie Silber (Ag) und Gold (Au) zur ersten Nebengruppe im Periodensystem.

Der Massenanteil in der Erdkruste beträgt 0,006 %. Sehr selten sind Funde gediegenen, elementaren Kupfers. Lohnende Vorkommen treten in Gestalt diverser mineralischer Erze auf. Dazu zählen beispielsweise Kupferkies (CuFeS2), Bornit (Cu5FeS4) und Kupferglanz (Cu2S).

Das bedeutendste Abbaugebiet ist Chile mit einer Fördermenge von fast 5.000 Tonnen jährlich. In Europa liegen kleinere Schürforte in Polen, Portugal und Schweden.

Der lateinische Name „cuprum“ geht auf die Römerzeit zurück und stellt eine Art Verkürzung für „aes cyprium“ dar, was soviel wie „Erz von Zypern“ bedeutet. Im Altertum war die Insel einer der wenigen Orte, wo in Kupfer größeren Mengen gewonnen wurde.

Die Nutzung des Metalls begann vor 10.000 Jahren. Die Historiker legen die Ära der Kupferzeit allerdings in das Jahr 5.000 vor Christi Geburt. In der Bronzezeit (2200 bis 800 v. Chr.) lernten die Menschen die Herstellung von Kupfer-Legierungen (Bronze: 40 % Zinn, 60 % Kupfer).

Heute gibt es zahlreiche andere Bronzen mit Anteilen diverser Metalle (z. B. Aluminium, Nickel, Blei). Schon im antiken Griechenland war die Herstellung von Messing bekannt (40 % Zink, 60 % Kupfer).

Kupfer ist gut formbar, weil es nicht zu hart, aber auch nicht zu brüchig ist. Stromkabel bestehen aus elementarem Kupfer, weil das Metall den Strom außerordentlich gut leitet. Daneben ist das Metall ein hervorragender Wärmeleiter.

Kupfer wird in reiner Form und auch als Legierung zu vielen Alltagsgegenständen verarbeitet. So bestehen Armaturen, Münzen, Besteck und vieles andere vollständig oder teilweise aus Kupfer. Am wichtigsten ist allerdings die Anwendung in der Elektronik.

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Physiologische Bedeutung

Für viele Organismen, zu denen auch der Mensch gehört, ist Kupfer ein essenzielles Spurenelement. Der menschliche Körper enthält ca. 1,4 bis 2,1 mg pro Kilogramm Körpermasse. Man geht von einem täglichen Kupferbedarf von 1 bis 3 Milligramm aus. Der Blut-Serum-Gehalt liegt bei einem gesunden Erwachsenen zwischen 75 und 130 µg/dl Kupfer.

Nach der Resorption im Dünndarm wird das Spurenelement an Albumin gebunden und gelangt so in die Leber. Dort wird Kupfer gespeichert und gebunden an das Transport-Protein Coeruloplasmin bei Bedarf ins Blut abgegeben. Die Konzentration freien Kupfers ist sehr gering. Die Ausscheidung von Überschüssen besorgt die Galle.

Ein- (Cu+) oder zweiwertige Kupfer-Ionen (Cu2+) sind Bestandteile vieler Enzyme, die den Stoffwechsel der Aminosäuren, Fette und Kohlenhydrate bewerkstelligen. Daneben ist die Monoaminooxidase Kupfer-abhängig. Das Enzym ist am Neurotransmitterstoffwechsel beteiligt. Benötigt wird das Spurenelement auch für die Immun-Funktion und den Eisen-Stoffwechsel. So aktiviert Kupfer das Gen für Transferrin, das Eisen über die Blutbahn transportiert.

Kupfer hat auch einen Einfluss auf die Aktivität einiger Gene, wie Wissenschaftler in Tierversuchen entdeckten. Gebremst werden 2 Gene aus dem Zuckerstoffwechsel (Beta-Enolase, ENO3 und Aldose-Reduktase-1). Ebenfalls durch Kupfer herunterreguliert werden die Gene für die Kreatinase des Muskelstoffwechsels sowie für die Aconitase der Mitochondrien, die das Enzym für ihren Eisenhaushalt brauchen. Das Spurenelement bremst auch die Gene für das antioxidativ wirksame Enzym Glutathionperoxidase und für die Carboanhydrase, die im Bikarbonat-Haushalt („Kohlensäure“) eine Rolle spielt.

Schauen wir jetzt aber mal auf einen wichtigen Zusammenhang den ich eben nur angerissen hatte:

Kupfer, Eisen und Sauerstoff – ein unterschätztes Regulationssystem

In der klassischen Lehrbuchmedizin wird Kupfer meist als „kleines Spurenelement“ abgehandelt. Biochemisch betrachtet ist diese Einordnung zu harmlos. Tatsächlich wirkt Kupfer weniger wie ein Nebenakteur, sondern eher wie ein Regulator zentraler Stoffwechselprozesse – insbesondere im Zusammenspiel mit Eisen und Sauerstoff.

Ein isolierter Blick auf einzelne Laborwerte wie Ferritin oder Hämoglobin greift deshalb zu kurz. Entscheidend ist das funktionelle Zusammenspiel der Systeme.

Kupfer als Schlüsselfaktor des Eisenstoffwechsels

Kupfer steuert maßgeblich die Mobilisierung und Verwertung von Eisen. Ohne ausreichend bioverfügbares Kupfer kann Eisen zwar vorhanden sein, aber nicht sinnvoll genutzt werden. Das führt zu einem klinisch häufigen Phänomen: funktioneller Eisenmangel trotz normaler oder sogar erhöhter Eisenspeicher.

Zentral sind hier kupferabhängige Enzyme wie:

Ceruloplasmin: oxidiert Eisen (Fe2+ zu Fe3+) und ermöglicht dessen Bindung an Transferrin
Hephaestin: unterstützt die Eisenfreisetzung aus Darmzellen
Ferroportin-Regulation: beeinflusst die Eisenmobilisierung aus Geweben

Der Körper benötigt täglich etwa 20 bis 25 mg Eisen für die Neubildung roter Blutkörperchen. Rund 95 % davon stammen aus dem körpereigenen Recycling-System – ein Prozess, der zwingend kupferabhängig ist. Nur ein kleiner Anteil wird tatsächlich über die Nahrung aufgenommen.

Wird dieser Recyclingmechanismus gestört, kann Eisen in Leber, Milz oder Gewebe sequestriert werden. Im Labor erscheint dann häufig ein scheinbarer Eisenmangel, während funktionell ein Kupfermangel vorliegt.

Mitochondrien, Sauerstoff und Energieproduktion

Eine der zentralen Funktionen von Kupfer liegt in der mitochondrialen Atmungskette. Besonders relevant ist die Cytochrom-c-Oxidase (Komplex IV), ein kupferhaltiges Enzym, das Sauerstoff in Wasser umwandelt und damit die finale ATP-Produktion ermöglicht.

Fehlt Kupfer, kommt es zu:
eingeschränkter ATP-Synthese
erhöhtem oxidativem Stress
ineffizienter Sauerstoffverwertung

Das bedeutet: Sauerstoff ist zwar vorhanden, kann aber nicht optimal metabolisch genutzt werden. Klinisch äußert sich das oft in Erschöpfung, reduzierter Belastbarkeit und mitochondrialer Dysfunktion – ein Muster, das in der Praxis erstaunlich häufig zu beobachten ist.

Oxidativer Stress durch Mineralstoff-Dysbalancen

Das Verhältnis von Kupfer, Eisen und Sauerstoff bestimmt maßgeblich die oxidative Belastung im Organismus. Ein Übermaß an freiem Eisen bei gleichzeitigem Kupfermangel begünstigt die Bildung freier Radikale über Fenton-Reaktionen.

Kupfer wirkt hier indirekt antioxidativ, da es:
den Eisenstoffwechsel reguliert
Superoxid-Dismutase (Cu/Zn-SOD) unterstützt
die mitochondriale Stabilität sichert

Interessant ist, dass oxidativer Stress in vielen Fällen nicht primär durch „zu wenig Antioxidantien“, sondern durch eine gestörte Metallhomöostase entsteht.

Die Rolle von Vitamin A und bioverfügbarem Kupfer

Ein häufig übersehener Faktor ist Retinol (Vitamin A). Dieses ist notwendig für die Regulation der Kupfertransportproteine ATP7A und ATP7B sowie für die Bildung von Ceruloplasmin. Ohne ausreichendes Retinol bleibt Kupfer funktionell inaktiv, selbst wenn es quantitativ vorhanden ist.

Das erklärt, warum isolierte Supplementierungen einzelner Mikronährstoffe in der Praxis oft enttäuschende Effekte zeigen.

Moderne Einflussfaktoren auf den Kupferhaushalt

In der naturheilkundlichen Praxis zeigen sich mehrere Faktoren, die den Kupferstoffwechsel beeinflussen können:

  • hohe Zinkzufuhr über Supplemente
  • chronischer Stress (Hepcidin-Anstieg, Eisen-Sequestrierung)
  • Darmfunktionsstörungen
  • stark verarbeitete Lebensmittel mit isolierten Mineralstoffanreicherungen

Auch Umweltfaktoren und Chelatbildner in der Nahrungskette werden diskutiert, wobei die Datenlage hier heterogen ist und differenziert bewertet werden muss.

Einordnung kritischer Thesen (z. B. „Kupfermangel als Krankheitswurzel“)

Einige Autoren vertreten die These, dass Kupfermangel die primäre Ursache zahlreicher chronischer Erkrankungen sei und ein echter Eisenmangel selten vorkomme. Diese Position ist biochemisch interessant, aber wissenschaftlich nicht in dieser Absolutheit belegt.

Richtig ist meines Erachtens sicher:

  1. Kupfer ist essenziell für Eisenrecycling und mitochondriale Funktion.
  2. Funktionelle Eisenstörungen sind klinisch häufig.
  3. Mineralstoffungleichgewichte werden in der Diagnostik oft unterschätzt.

Ob Anämien generell KEIN Eisenproblem seien oder dass hochdosiertes Vitamin D grundsätzlich immununterdrückend wirke? Ich weiß nicht… ich habe davon gelesen, kann das aber überhaupt noch nicht final / absolut einordnen.

Praxisrelevanz für Diagnostik und Therapie

Aus naturheilkundlicher und funktioneller Sicht ergibt sich daraus aber eine wichtige Konsequenz: Bei unklarer Anämie, Erschöpfung, mitochondrialer Schwäche oder chronischen Entzündungsprozessen sollte nicht nur Eisen isoliert betrachtet werden, sondern immer das Gesamtsystem aus:

  • Kupfer
  • Ceruloplasmin
  • Ferritin
  • Transferrin
  • Zink
  • Magnesium
  • Leberfunktion

Denn ein reines „Eisenauffüllen“ ohne Betrachtung des Kupferstatus kann langfristig die oxidative Belastung sogar erhöhen. Und genau das ist etwas, was ich in der Praxis sowieso betrachte.

Auf einen Punkt will ich jetzt noch genauer eingehen:

Elektronentransport und Sauerstofftransport

Kupferhaltige Proteine haben verschiedene Rollen beim biologischen Elektronentransport. Bei diesen oxidativen Prozessen wird Cu(I) zu Cu(II) (vom einwertigen zum zweiwertigen Kupfer) konvertiert. So spielt Kupfer in der Cytochrom-c-Oxidase der Mitochondrien eine wichtige Rolle.

Das Kupfer-Eisen-Protein ist in die aerobe Zellatmung eingeschaltet, wo es die Reduktion des Sauerstoffs zu Wasser mit bewerkstelligt.

Man vermutet, dass die biologische Bedeutung des Kupfers mit dem Auftauchen von Sauerstoff in der Erdatmosphäre begann. Die Oxidation mit Sauerstoff wurde von da ab für die aufkeimenden tierischen (und auch Pilze – allotrope Organismen) Lebewesen wichtig, die Stoffwechsel-Energie aus der Oxidation („Verbrennung“) gewinnen.

Kupfer ist Bestandteil der Cytochrom-Komplexe 1 bis 5 in der Elektronen-Transportkette der inneren Mitochondrien-Membran. In diesem terminalen Schritt des oxidativen Abbaus („Verbrennung“) von Fetten und Kohlenhydraten entsteht ATP, die sogenannte „Energie-Währung des Körper“. Kupfer ist auch im Protein Ceruloplasmin enthalten, das das Spurenelement in die Mitochondrien transportiert.

Die Cytochrom-Komplexe schützen die innere Mitochondrien-Membran auch vor oxidativer Zerstörung. Besonders wichtig für die Struktur des Elektronentransport-Systems ist das Phospholipid Cardiolipin, das ohne den Schutz-Faktor schnell der Oxidation anheimfiele. Dieses Risiko ist dann noch größer, wenn Cardiolipin mit ungesättigten Fettsäuren wie der Omega-6-Fettsäure Linolsäure verknüpft ist. Daher kommt hier der Ernährung eine hohe Bedeutung zu.

Eine Sonder-Funktion hat Kupfer bei den Mollusken und vielen Gliederfüßlern (Arthropoden: z.B. Krebse, Insekten). Das Protein Hämocyanin ist bei ihnen Teil des Sauerstofftransporters im Blut. Weil Hämocyanin blau ist, haben diese Organismen auch blaues Blut. Das Rot des Bluts in Säugetieren und Menschen dagegen beruht auf dem Hämoglobin, das kein Kupfer, sondern Eisen als Sauerstoffträger benutzt.

Kupfer kann man auch in vielen Superoxid-Dismutasen finden. Diese Proteine entgiften Superoxide, indem sie aggressive Sauerstoff- und Wasserstoff-Ionen zu Sauerstoff und Wasserstoffperoxid umwandeln.

Die meisten Kupferproteine wie die blauen Kupferproteine reagieren nicht unmittelbar mit ihren Substraten, weswegen sie keine Enzyme im klassischen Sinne sind. Diese Proteine sind am Elektronentransfer beteiligt.

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Nahrungsquellen für Kupfer

Kupfer ist reichlich enthalten in einer Reihe von Lebensmitteln wie:

  • Leber,
  • Getreide,
  • Gemüse,
  • Schokolade,
  • Nüssen,
  • Fleisch,
  • Meeresfrüchten
  • etc.

Kupfermangel

Kupfermangel entsteht hierzulande selten durch eine Fehl- und Mangelernährung. Öfter sind es Resorptions-Störungen im Dünndarm wie die Zöliakie, die das Defizit des Spurenelementes verursacht. Eine zu hohe Zink-Aufnahme kann Kupfer verdrängen, wodurch es dann zu Mangelerscheinungen kommt.

Beim Menkes-Syndrom liegt ein Gendefekt vor, bei dem ein Kupfer-Transport-Protein in den Zellen nicht funktioniert. Deswegen kann der Dünndarm kaum Kupfer aufnehmen. Die betroffenen Neugeborenen leiden an allgemeinen und zerebralen Entwicklungsstörungen, Dermatitis, Muskelschwäche und Krampfanfällen.

Da Kupfer bei der Resorption von Eisen im Magen-Darm-Trakt eine Rolle spielt, kann es bei einem Kupfermangel gleichzeitig zu anämieartigen Symptomen kommen.

Kupfermangel bewirkt außerdem Knochenanomalien, eingeschränktes Wachstum, Neutropenie (Verminderung der neutrophilen Granulozyten im Blut), Mangelpigmentation, häufiges Auftreten von Infektionen, Unregelmäßigkeiten im Glukose- und Cholesterinstoffwechsel etc.

Der Arzt erkennt den Kupfermangel an einer Labor-Analyse des Blutes. Abhängig von der Ursache soll entweder die Ernährung umgestellt oder es muss Kupfer supplementiert werden. Eine eventuelle Darm-Funktions-Störung muss ebenfalls behandelt werden.

Oft meinen Ärzte, bei zu niedrigen Ferritin-Werten läge ein Eisenmangel vor. Doch das Eisenspeicher-Protein kann auch infolge eines Kupfermangels reduziert sein, sodass der Hämoglobin-Wert immer mit bestimmt werden sollte. Daneben ist ein Blick auf das Eisen-Recycling-System sinnvoll, damit ein Kupfermangel nicht als Eisenmangel fehlinterpretiert wird. Sichtbar wird der Irrtum anhand der Aktivität der kupferabhängigen Ferroxidase und des Transferrins. Die Eisentransport-Proteine Ferroportin und Hephaestin schleusen Eisen aus Zellen heraus und sind ebenfalls von Kupfermangel betroffen. Allerdings sind diese Proteine schwer messbar.

Kupferüberschuss

Ein Kupfer-Überschuss ist eine Schwermetallvergiftung. Meist sind veraltete Wasserrohre oder Küchengeräte die Ursache oder zu hohe Dosierungen eines Supplementes. Die Symptome sind Magen-Darmstörungen mit Übelkeit und Erbrechen, Herz-Rhythmus-Störungen, Schweißausbrüche und Hautausschläge.

Mögliche Komplikationen sind Gelbsucht und Zirrhose. Letztere ist vermehrt beobachtet worden, wenn Milch in Kupfergefäßen gekocht wird.

Die Intoxikation offenbart sich durch eine Blutuntersuchung. Der Arzt wird dann Präparate verordnen, die bei einer Schwermetallentgiftung angezeigt sind. Dazu zählen Komplex-Bildner, die Kupfer binden, das dann ausgeschieden werden kann.

Beispiele für diese Mittel sind DMPS (Dimercaptopropansulfonsäure) und EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure).

Im Zuge der Erbkrankheit Mobus Wilson kommt es zur Akkumulation von Kupfer in Leber, Hornhaut, Nerven, Knochen und den Nieren. Ursache ist auch hier wie beim Menkes-Syndrom ein Fehler im Kupfer-Transport-System. Infolgedessen kann die Galle nicht mehr genügend überschüssiges Kupfer ausscheiden.

Gravierende Folgen sind eine Beeinträchtigung der Leber und neurologischen Schädigungen. Zudem kann es zu DNA-Veränderungen kommen, weil der schützende Effekt antioxidativer Prozesse gestört ist. Bei einer frühzeitigen Erkennung der Krankheit kann den Patienten mit einer lebenslangen Schwermetallentgiftung gut geholfen werden.

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Beitragsbild: 123rf.com – Alexander Raths