Häufig gestellte Fragen zu Vitalstoffen
Wie hoch ist der tägliche Mikronährstoff-Bedarf ?
Um Mangelsituationen und daraus resultierende Gesundheitsschäden zu vermeiden, müssen Mikronährstoffe
regelmäßig, bedarfsgerecht und in ausgewogener Kombination aufgenommen werden. Doch wie hoch ist diese Menge ? Und
wie bzw. von wem wird sie festgelegt ?
In Deutschland ist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) als offizielles Organ für die Festlegung dieser
Werte zuständig. Im Jahr 2000 gaben die Fachgesellschaften für Ernährung aus Deutschland (D), Österreich (A) und
der Schweiz (CH) erstmals gemeinsam die „Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr” heraus. Die Referenzwerte werden
auch als D-A-CH-Referenzwerte bezeichnet, haben amtlichen Charakter und werden als offizielle
Richtwerte anerkannt.
Bei der Bewertung bzw. dem praktischen Umgang mit den Referenzwerten muss man sich darüber bewusst sein, dass
die Forschungen auf dem Gebiet der Mikronährstoffe längst noch nicht abgeschlossen sind. Diese Werte bzw. die
angegebenen Aufnahmemengen - wie der von der DGE selbst gewählte Begriff „Empfehlungen (bzw. seit kurzem
Referenzwerte) für die Nährstoffzufuhr” bereits verdeutlicht – stellen keine absoluten, endgültigen Zahlen dar,
sondern z.T. grobe Schätzwerte und Empfehlungen, die den neuesten Erkenntnissen immer wieder angepasst werden
müssen.

Ferner handelt es sich bei den D-A-CH-Referenzwerten um Werte, die „für gesunde Personen in Mitteleuropa
zutreffen"*. Von den D-A-CHReferenzwerten wird angenommen, dass sie „... nahezu alle Personen der jeweils
angegebenen Bevölkerungsgruppe vor ernährungsbedingten Gesundheitsschäden schützen und bei ihnen für eine volle
Leistungsfähigkeit sorgen”.
Wie macht sich die Aufnahme von Mikronährstoffen im Organismus bemerkbar?
Bei der Vorbeugung von Erkrankungen wie auch bei deren Therapie kommt der Ernährung eine bedeutende Rolle zu.
Dieser Aspekt steht besonders bei den sog. Volks- oder Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus, Krebs und Herzerkranungen sowie Kreislauferkrankungen, in Deutschland Todesursache Nummer 1, im Vordergrund.
Weitere chronische Erkrankungen lassen sich ebenfalls durch Mikronährstoffe positiv beeinflussen, wie z.B. die
Alters-abhängige Makuladegeneration (AMD).
Umfassende Untersuchungen haben gezeigt, dass Personen mit hoher Zufuhr von Mikronährstoffen eine verringerte
Sterblichkeit an Herzerkrankungen wie auch an Krebs aufweisen.
Neben der Aufrechterhaltung eines guten Gesundheitszustandes ist es für die Betroffenen besonders in dieser
Situation wichtig, das Fortschreiten einer bestehenden Erkrankung zu vermeiden bzw. zu verlangsamen.
Es ist empfehlenswert, Mikronährstoffe täglich und langfristig in bedarfsgerechter Kombination und Dosierung
einzunehmen. Nur so kann dem Grundsatz des Orthomolekularen Prinzips entsprochen werden.
Kann es bei der Einnahme von Mikronährstoffen zu Nebenwirkungen kommen ?
„Heute verfügen die Ärzte zunehmend über hochwirksame Arzneimittel, die sie mit großer Sorgfalt verordnen und
verabreichen müssen. Nach meiner Überzeugung übertreiben sie diese Vorsicht jedoch im Hinblick auf die Vitamine. Vitamine sind Nährstoffe. Sie haben nur selten
irgendwelche Nebenwirkungen, und die Nebenwirkungen sind selten ernst”, so Linus Pauling in seinem Buch „Das
Vitaminprogramm”.
In der Tat müssen Vitamine extrem überdosiert werden, um überhaupt irgendwelche giftigen Effekte zu
erzeugen. Selbst bei den fettlöslichen Vitaminen
A, Vitamin D und Vitamin E, bei denen z.B. durch Presse oder
Fernsehberichte in der Öffentlichkeit oft Ängste vor einer Überdosierung geschürt werden, bedarf es über einen
längeren Zeitraum eines Vielfachen des empfohlenen Tagesbedarfs, um in Bereiche eventueller Nebenwirkungen zu
gelangen. Diese Dosierungen sind jedoch in angepasst dosierten und kombinierten Mikronährstoff-Produkten nicht
enthalten.
Trotzdem wurden gerade den Mikronährstoffen im Laufe der letzten Jahrzehnte mannigfaltige Nebenwirkungen
angedichtet. Diese konnten jeweils in neueren Untersuchungen widerlegt werden, nichtsdestotrotz halten sich diese
„Gerüchte” und werden bis heute in regelmäßigen Abständen wiederholt und oftmals aufgebauscht, wodurch sie jedoch
nicht richtiger werden.

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