Chrom - Wirkung und Vorkommen
Das Spurenelement Chrom ist im Zuckerstoffwechsel enorm wichtig.
Es ist Bestandteil des Glucosetoleranzfaktors. Ein Mangel an Chrom kann die Wirkung des Insulins bezüglich der
Stabilisierung des Blutzuckers beeinträchtigen.
Biologisch aktive Chrom-Komplexe steuern die Bindung des Schilddrüsenhormons Insulin an spezielle
Kopplungsbereiche der Gewebezellen. Diese Bindung wiederum führt dazu, dass die Zellen den Blutzucker aufnehmen, um
ihn für den Körper in nutzbare Energie umzuwandeln.
Vor allem beim altersbedingten Diabetes kommt es häufig zu einer Unempfindlichkeit der Bindestellen gegenüber
dem Insulin. Es wird zwar genügend Schilddrüsenhormon produziert, dennoch nehmen die Gewebe den Zucker nicht auf.
Der Chrom-Komplex kann dem entgegenwirken, indem er die Verwertung des Hormons anregt. Da ein zu hoher
Blutzuckerspiegel mit der Zeit zu Folgeschäden führt, kann Chrom also die mit einem Diabetes einhergehenden
Erkrankungen verlangsamen oder sogar verhindern.
Insulin ist, neben der Regulation des Blutzuckerspiegels, zusätzlich an der Steuerung vieler Alterungsprozesse
beteiligt. Deshalb ist es günstig, die Werte so niedrig wie möglich zu halten. Ist im Organismus genügend Chrom
vorhanden, so genügen geringere Mengen Insulin, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Chrom wird daher auch
eine wichtige Anti-Aging-Wirkung zugeschrieben.
Der Körper kann nur Chrom(III)-Ionen verwerten. Das Nahrungsergänzungsmittel Chromium Picolinat ist besonders geeignet einem Mangel des Spurenelements
vorzubeugen, da die Picolinsäure die Aufnahme in die Zellen begünstigt.
Chrom ist aber auch verantwortlich für "gute Nerven" und "geistige Frische", sowie für körperliche Fitness. Es
begünstigt außerdem den Fettstoffwechsel positiv. Auch bei erhöhten Cholesterinwerten kann Chrom wichtig
werden.
Chrom in Lebensmitteln
Chrom ist vor allem in vollem Getreide (Vollkornbrot),Linsen, Spargel, Samen, Kernen, Nüssen, Naturreis, Pilzen
und Fleisch enthalten.
Patienten mit Typ II Diabetes (Zuckerkrankheit) empfehle ich in der Praxis generell die Einnahme eines
Chrom-Präparates mit 50 bis 100 Mikrogramm. Ausdauersportlern empfehle ich ebenfalls gelegentlich Chrompräparate
einzunehmen, weil intensives Ausdauertraining zu einer erhöhten Chrom-Ausschüttung über den Urin führt.
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