Glyconährstoffe - Was ist das?
"Glyco" bedeutet süß und bezieht sich auf Zucker und Kohlenhydrate. Dabei bedeuten beide Begriffe eigentlich das
Gleiche, denn Kohlenhydrate sind Zucker... (die meisten verstehen unter Zucker den weißen Haushaltszucker, der bei
Ihnen auf dem Tisch steht).
Bei Glyconährstoffen handelt es sich um Nahrungsergänzungsmittel, die dem Körper Substanzen zuführen
sollen, die er zur Bildung des "Glycoanteils" der Glucoconjungate auf den Zelloberflächen braucht.
Der Sinn der Glyconährstoffe ist, dass diese den Zellen die benötigten Zucker schneller und in größerer
Menge bereit stellen. Glyconährstoffe stellen dem Körper die Bausteine zur Verfügung, die dieser für die
Bildung des Glycoanteils der Glucoconjugate auf der Zelloberfläche braucht.
Das Interesse an den Glucoconjugaten hat in der Medizin und Biologie stark zugenommen, vor allem in der
Pharmaindustrie. Die Wissenschaft hat erst seit wenigen Jahren begonnen, den "Zuckercode" und seine Bedeutung für
die Zell-Kommunikation zu entdecken. Pharmafirmen arbeiten zur Zeit an Medikamenten auf Kohlenhydratbasis zur
Therapie verschiedener Symptome.
Solche Präparate sind zum Teil sogar schon auf dem Markt, wie zum Beispiel verschiedene Cytokine oder das
Erythropoetin, welches zur Steigerung der Produktion von Blutzellen eingestzt wird; in der Öffentlichkeit ist
dieses Präparat eher durch Doping-Skandale bei Ausdauersportlern bekannt geworden, als durch seine klinische
Anwendung bei Patienten.
Was ist der Vorteil der Glykonährstoffe?
Nun: je mehr Substrate zur Verfügung gestellt werden, desto weniger müssen Enzyme "arbeiten" und desto besser
funktioniert das System "Zelle". Die Reaktionsgeschwindigkeiten der Zellen verbessern sich.
Es gibt aber noch viel zu lernen im Bereich der Glyconährstoffe, denn eigentlich hat die Biochemie der
Glucoconjugate noch niemand zu 100% verstanden.

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