Sekundäre Pflanzenstoffe

Quercetin - Intensiv beworben, aber bringt es wirklich was?

Quercetin ist ein Flavonoid, das insbesondere auch im Gemüsebau verwendet wird. Es ist die analoge Form einer Reihe von anderen Flavonoid-Abarten, die man auch in Zitrusfrüchten, Buchweizen und Zwiebeln findet. Zu Quercetin finden sich keine Hinweise auf eine Karzinogenität beim Menschen.

Quercetin gehört bekanntlich zu den aktivsten der Flavonoide und viele Heilpflanzen verdanken viel von ihrer Wirksamkeit einem hohen Quercetin-Anteil.

Quercetin zeigt deutliche anti-entzündliche Aktivitäten, weil es zur direkten Hemmung bei mehreren Prozessen der Entzündung beiträgt. Zum Beispiel hemmt es auch die Herstellung und die Freisetzung von Histamin und anderen allergischen Entzündungs-Mediatoren. Darüber hinaus dient das Quercetin bei potenten Antioxidantien und Vitamin C-schonende Maßnahmen zur besseren Wirksamkeit.

Quercetin zeigt auch Anti-Tumor-Eigenschaften. Eine Studie des British Journal of Cancer zeigte, dass bei der Behandlung mittels einer Kombination von Quercetin und Ultraschall hier eine gewisse positive Wirkung erreicht werden könnte. Es bedarf aber weiterer klinischer Studien, um dieses positive Resultat abzusichern.

Jüngste Studien legen die Vermutung nahe, dass Quercetin dabei helfen könnte, Männer mit chronischer Prostatitis Unterstützung zu geben. Dies wäre eine bessere Alternativ-Methode als die bisher bekannten Verfahren bei Prostata-Problemen.

Quercetin hat also möglicherweise positive Effekte bei der Bekämpfung oder zur Verhinderung von Krebs, Allergien, Prostatitis, Katarakte, Herzerkrankungen, Entzündungen und Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis und Asthma.

Ferner gehen einige Therapeuten von einer Anwendung als Alternative zu Antidepressiva aus. Dies beruht auf Eigenschaften von Quercetin als Maßnahmen gegen neurologische Krankheiten. Diese Ergebnisse sind aber wissenschaftlich noch nicht abschließend gesichert, daher könnten sie möglicherweise auch als Placebo-Effekt eingeordnet werden.

Darüber hinaus kann man das Mittel als Nahrungsergänzungsmittel einordnen.