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Stilbenoide: Anwendung, Wirkung und Nutzen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Der Aufbau von Kernholz bei Bäumen bewirkt eine Folgeproduktion von Stilbenoiden. Kernholz ist bekannt dafür, dass es wesentlich resistenter ist als normales Holz. Grund hierfür ist unter anderem in dem Vorhandensein der Stilbenoide zu suchen, die als Phytoalexine fungieren. Stilbenoide sind chemisch gesehen hydroxylierte Derivate von Stilben (Anheftung von OH-Gruppen an das chemische Grundgerüst). Das bekannteste Stilbenoid ist wohl das Resveratrol, das in Trauben gebildet wird und auch in Weinen, besonders Rotwein, nachgewiesen werden kann. Andere Substanzen dieser Klasse sind Piceatannol, Pinosylvin, Pterostilben, Alpha-Viniferin, Ampelopsin A und E, Gnetin H, Hopeaphenol, Vaticanol B, Astringin, Piceid etc.

Für die Stilbenoide gibt es ebenfalls noch keine dezidierte Untersuchungen zur Fragestellung nach natürlichen Antibiotikaeigenschaften. Es gibt eine Untersuchung, die neben der anti-mikrobiellen Wirksamkeit auch anti-entzündliche, anti-oxidative und anti-kanzerogene Eigenschaften für diese Substanzgruppe beobachtet hat (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21314127).

Neuere Arbeiten entdeckten neue Derivate von Stilbenoiden, die zytotoxische Eigenschaften aufweisen (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21185923). Eine jüngere chinesische Studie entdeckte anti-virale (Influenza) Wirkungen bei verschiedenen Stilbenoiden, die von Gnetum pendulum produziert werden (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20539973).

Eine weitere chinesische Studie aus dem gleichen Jahr beschäftigte sich mit der Bestimmung von Stilbenoiden beim Japanischen Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum). Die Autoren berichteten von einer therapeutisch relevanten Wirksamkeit einer Reihe von Stilbenoiden gegen HI-Viren. (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20112182).

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 10.12.2015 aktualisiert.