Polyacetylene: Anwendung, Wirkung und Nutzen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Polyacetylene oder Polyine sind organische Verbindungen, die sich aus kettenartigen C-C-Zwei- oder -Dreifachbindungen aufbauen. Sie besitzen für organisches Material eine hohe elektrische Leitfähigkeit, die allerdings mit der Oxidierung an der Luft deutlich nachlässt. In Pflanzen können Polyacetylene vor allem in Dolden- und Korbblütlern nachgewiesen werden. Vertreter dieser Substanzklasse sind Diacetylen, Hexatriin, Octatetrain usw.

Eine neue Studie aus Großbritannien zeigte, dass die Polyacetylene Falcarinol und Falcarindiol aus Karottensaft krebsverhindernde Eigenschaften besitzen (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22263789).

Eine Arbeit aus Kanada aus dem Jahr 2006 zeigt, dass bestimmte Karottenzüchtungen verschieden starke Konzentrationen dieser beiden Polyacetylene ausbilden, die für die Karotte einen Schutz gegen Pilzerkrankungen darstellt. Falcarinol und Falcarindiol befinden sich hauptsächlich in der Schale der Karotten (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jsfa.2740630308/abstract).

Eine neue Arbeit aus Japan entdeckte 5 neue Polyacetylene in Panax ginseng Wurzeln. Die Autoren konnten zeigen, dass 4 der 5 Polyacetylene antibiotische Wirkung gegen Staphylococcus aureus, Bacillus subtilis, Cryptococcus neoformans und Aspergillus fumigatus ausübten. Sie vermuteten, dass die Pflanze diese Substanzen über ihre Wurzeln ins Erdreich abgibt, um so prophylaktisch eine Infektion mit besagten Mikroorganismen zu verhindern (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22382419).