Vitalstoffe: Die vier häufigsten Mythen und Vorurteile

Alternative Medizin, auch die so genannte orthomolekulare Medizin, die sich mit Vitaminen und Mineralstoffen zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten befasst, wird von vielen Schulmedizinern abgelehnt. Mit immer wieder weitergetragenen Vorurteilen soll die Orthomolekularmedizin in Verruf gebracht werden. Als Patient kann man sich darüber aber getrost hinwegsetzen.

Die folgenden Vorurteile werden immer wieder von den Gegnern aufgewärmt...

Mythos #1: Vitalstoff-Präparate können in ihrer Wirksamkeit nicht nachgewiesen werden.

Wirksamkeitsnachweise sind eine kostspielige Angelegenheit und werden normalerweise von den großen Pharmakonzernen in Auftrag gegeben. Für die mittelständischen Vitalstoffvertreiber sind groß angelegte Studien einfach zu teuer. Dennoch gibt es unabhängige Vitalstoffstudien, die in vielen Punkten die Wirksamkeit belegen. Doch wer nimmt diese Studien wahr, wenn sie nicht mit großem Aufwand veröffentlicht werden? Außerdem kann mit Vitalstoffen nicht viel Geld verdient werden, da sie als Naturprodukte nicht patentiert sind.

Mythos #2: In unserer Gesellschaft gibt es keinen Vitaminmangel.

Es stimmt, dass Ernährungsexperten immer wieder vorrechnen, dass ein Verbraucher bei fünf regelmäßig über den Tag verteilten Portionen Obst und Gemüse den Vitaminbedarf decken kann. Manche Spurenelemente, wie Selen und Chrom, werden damit allerdings nicht abgedeckt. Außerdem ist bei bestimmten Erkrankungen ein erhöhter Vitalstoffbedarf nötig.

Mythos #3: Vitamin C kann schädlich sein und Nierensteine erzeugen.

Dieses Vorurteil stammt aus einer 1981 unternommenen Studie, bei der den Verantwortlichen ein Fehler unterlaufen ist. Im Urin der Probanden wurden nach der Einnahme von Vitamin C zu hohe Oxalsäurewerte gemessen. Im Nachhinein wurde klar, dass sich die Säure erst später nach dem Ausscheiden des Urins gebildet hatte.

Mythos #4: Vitamine werden über den Urin wieder ausgeschieden.

Dies ist das Lieblingsargument der Vitalstoffgegner, vor allem vieler Ärzte. Es stimmt, dass überschüssige Vitalstoffe den Körper auf diesem Weg wieder verlassen. Dennoch kann mit der Alltagsnahrungsaufnahme nicht der gesamte Bedarf gedeckt werden. Um die Lücken zu füllen, macht es Sinn, Vitalstoffe einzunehmen. Medizinern, die davon in ihrer Universitätsausbildung nichts gehört haben, fehlt gelegentlich das entsprechende Grundwissen.


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